Vitrine für die Antiken im oberen Salon


Seit 2016 steht im Casino auf der Roseninsel wieder eine Vitrine aus Ahornholz, in der Repliken der einstigen Antikensammlung von König Max II. von Bayern ausgestellt werden. Die einzige historische Quelle, die die frühere Existenz einer Vitrine belegt, ist eine Beschreibung im Inventarverzeichnis des Casinos aus dem Jahr 1875: „1 Glaskasten von Ahornholz, verschließbar und in 3 Fächer eingeteilt mit verschiedenen Altertümern von Ausgrabungen“. Fotos, Zeichnungen, Pläne oder weitere Beschreibungen, an dem man sich direkt orientieren könnte, gibt es nicht.

Durch den Förderkreis Roseninsel wurden unter fachlicher Beratung durch Professor Dr. Hans Ottomeyer, ehemaliger Präsident des Deutschen Historischen Museums in Berlin sowie dem bekannten Ausstellungsgestalter Klaus-Jürgen Sembach verschiedene Vorschläge gemacht. In Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Schlösser- und Seenverwaltung kam 2016 schließlich die Version eines historisierenden Glaskastens aus Ahornholz zur Ausführung.

Die Profile der Füße entsprechen denen der Bänke und Stühle im Casino. Die Profilierung der Abdeckung ist den Holzportamenten des oberen Saales nachempfunden. Das Glas besteht aus Sicherheitsscheiben, was der heutigen Museumsnutzung des Casinos geschuldet ist, ebenso die Beleuchtung mit LED-Strahlern zur besseren Ausleuchtung der Objekte.

Die Vitrine war anfänglich nur mit den Repliken des Pantherweibchens und der Silexspeerspitze bestückt. In der Zwischenzeit ist noch eine Auswahl von Kopien der sonstigen Antiken hinzugekommen, deren Originale sich in der Archäologischen Staatssammlung in München befinden.

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